Handlungsorientiertes Lernen im Lernbüro

Seit 1985 ist das Fach Bürowirtschaft im Land NRW von Arbeitsgruppen in Soest erstmalig entwickelt worden. In den folgenden Jahren wurden in den berufsbildenden Schulen für dieses Fach spezielle Lernbüros eingerichtet.

Unser Lernbüro arbeitet nach umfangreichen Vorbereitungen seit August 1993.

Handlungsorientiertes Lernen im Lernbüro verbindet Berufsspraxis und Fachtheorie. So lernen die Schülerinnen und Schüler nicht nur Sachbearbeitertätigkeiten in den kaufmännischen Funktionsbereichen kennen, sondern sollen, nach entsprechender Einarbeitung, auch selbstständig betriebswirtschaftliche Entscheidungen treffen können. Ziel der Lernbüroarbeit ist es auch, die Schüler an betriebswirtschaftliche Arbeits-, Informations- und Entscheidungsprozesse heranzuführen, damit sie hierbei berufliche Handlungskompetenz erwerden und Schlüsselqualifikationen (Kommunikationsfähigkeit, kooperatives Handeln, Analysefähigkeit usw.) erlernen.

In unserem Lernbüro, dem Sitz der Simulationsunternehmung RAND OHG, arbeiten die Schülerinnen und Schüler der Höheren Handelsschule in der Woche 3 Unterrichtsstunden. Die Arbeit findet in den typischen Abteilungen eines Großhandelsunternehmens statt (Beschaffung, Lager, Verkauf, usw.). Die Mitarbeiter führen die hierbei anfallenden Arbeiten einschließlich des umfangreichen Schriftverkehrs selbstständig und eigenverantwortlich mit Unterstützung eines vernetzten EDV-Systems durch.

Lernbüroarbeit stellt nicht nur an die SchülerInnen andere Anforderungen, sondern auch an die Lehrerinnen und Lehrer und deren Rolle im Unterricht. So müssen sie neben ihrer fachlichen Kompetenz auch Kenntnisse im Umgang mit neuen Technologien (insbesondere EDV) in die Lernbüroarbeit einbringen. Die Tätigkeit im Lernbüro wird durchgängig von einem Lehrerteam gesteuert und betreut.