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BWL und Rechnungswesen
Wir befinden uns an einer kaufmännischen Schule. Die meisten unserer Schülerinnen und Schüler sind hier, um später einen kaufmännische Beruf zu ergreifen, z. B. als Industriekaufleute, Bankkaufleute, Steuerfachangestellte usw. Auf solche Berufe bereitet diese Schule durch allgemeinbildende und fachspezifische Lernbereiche vor. Im Fach BWL/Rechnungswesen soll kaufmännisches Fachwissen vermittelt werden.
BWL ist die Abkürzung für Betriebswirtschaftslehre; sie beschäftigt sich mit Arbeiten und Problemen in Betrieben oder Unternehmen. Welche Tätigkeiten sind im Einkauf nötig? Wann muss man wieviel von einer Sache bestellen? Wie und wann bezahlt man dafür? Was kostet eine Werbekampagne, und wann ist sie sinnvoll? - Mit solchen und ähnlichen Fragen beschäftigt sich dieses Fach. Dabei wird schon an den Problemstellungen deutlich, dass BWL sehr praxisnah vorgeht. In der Regel werden Fälle aus dem Alltag von Unternehmen bearbeitet.
Rechnungswesen ist ein Teil der Betriebswirtschaftslehre. Dabei wird das Betriebsgeschehen in Zahlen erfasst und berechnet. Der wichtigste Teil des Rechnungswesens ist die Buchführung. Sie hilft, Ziele und betriebliche Abläufe im Unternehmen zu verstehen, zu kontrollieren und zu optimieren. Viele Schülerinnen und Schüler mögen dieses Fach, weil das Vorgehen nach sehr strengen Regeln erfolgt und man die Richtigkeit des Buchens an den Ergebnissen selbst überprüfen kann. In der Höheren Handelsschule gehört die Kostenrechnung ebenfalls zum Rechnungswesen. In diesem Bereich geht es darum, die Kosten als Grundlage der Ermittlung der Preise für die hergestellten Produkte zu ermitteln.
BWL und Rechnungswesen bilden ein gemeinsames Fach. Mit 5 Wochenstunden gehört es zu den Hauptfächern.
Zum Schluss eine kleine Aufgabe, um einen praktischen Einblick in die betriebswirtschaftlichen Probleme zu bekommen:
Ein Sportverein veranstaltet ein Sommerfest. Ziele sind dabei die Pflege der Geselligkeit und die Aufbesserung der Vereinskasse. Man verkauft Bier und Würstchen. Eine Fleischerei liefert 200 Würstchen à 80 Cent, eine Bäckerei 200 Brötchen für 20 Cent. Senf, Ketchup, Pappen etc. kosten zusammen im Supermarkt 23 €. Alles wird sofort bar bezahlt (Vorschuss vom Vorsitzenden). Ein Getränkehändler liefert 20 Kisten Herforder Pils mit jeweils 30 Flaschen à 10,50 €. Das nicht verkaufte Bier will er nach Abschluss der Feier zurücknehmen und dann auch erst abrechnen (Kommissionsgeschäft). Die Feier ist ein Erfolg. Es werden 198 Würstchen à 2 € verkauft und 430 Flaschen Bier für 1 €/Stück. Ein Vereinsmitglied sponsert die Veranstaltung mit einem Scheck über 100 €. Ermitteln Sie, welchen Betrag der Kassierer nach Abschluss der Feier der Vereinskasse hinzufügen kann.
(Die Lösung gibt es beim Berufskolleg am Wilhelmsplatz)

